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DER CHEF – EIN EINDEUTIGER ERREGER

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Die Zutraueritis hat einen eindeutigen Erreger: Der Chef geht beim Übertragen der Verantwortung von dem aus, was er will, statt von dem, was der Mitarbeiter leisten kann. Stellen Sie sich vor, Carlo Ancelotti, Trainer von Bayern München, ernennt seinen Super-Stürmer Robert Lewandowski als Mannschaftskapitän, nur weil er der beste Mann auf dem Feld fürs Toreschießen ist. Würden Sie das als sinnvoll erachten?

Der Mechanismus dahinter: Sie vertrauen zwar dem Menschen, konzentrieren sich aber nicht auf seine Talente. So gesehen, schenken Sie Ihr Vertrauen gar nicht dem Hans, dem Jürgen oder der Roswitha. Vielmehr haben Sie blindes Vertrauen, das Sie praktisch jedem Mitarbeiter entgegenbringen. Doch beim Thema Mitarbeiterentwicklung reicht das nicht. Hierfür brauchen Sie das Zutrauen, den festen Glauben, dass just dieser Mitarbeiter genau diese anstehende Aufgabe erledigen und sich dabei qualifizieren kann.

Es geht also nicht darum, Vertrauen mit der Gießkanne zu verteilen, in der Hoffnung, dass auf dem Feld irgendetwas wächst. Sondern es geht darum, das Feld und die Samen einzuschätzen, um ermitteln zu können, ob die Pflanze auf diesem Boden gedeihen kann.

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