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DIE ROLLE IHRES LEBENS

Boris Becker –  er ist der jüngste Wimbledon-Sieger aller Zeiten und war viele Jahre der deutsche Tennisstar bis er Ende der 90er Jahre seine aktive Tenniskarriere beendete. Danach war er nur noch mit seinem zum Teil skandalösen Privatleben in den Medien und machte mit Auftritten auf diversen Galas und in Talkshows auf sich aufmerksam. Und jetzt? Jetzt ist er wieder da, er hat seine Rolle wieder gefunden: Als Trainer von Novak Đoković. Er führte den Weltranglistenzweiten von 2013 im Folgejahr zum Wimbledon-Sieg und wieder an die Spitze der Weltrangliste.

Das wünsche ich Ihnen auch. Nicht, dass Sie als Trainer erfolgreich werden oder Ihr sportliches Talent optimieren. Nein, dass Sie Ihre Rolle finden und auch im Job leben können. Jetzt sagen Sie vielleicht: „Ist doch klar, ich bin Führungskraft von x Mitarbeitern. Meine Aufgabe ist es, die Mitarbeiter zu fordern, zu fördern und zu kontrollieren. Ich habe den Überblick und bin das Bindeglied zwischen den Mitarbeitern und meinem Vorgesetzten.“ Soweit, so gut.

Das, was in Stellenbeschreibungen steht und das, was Führungskräfte in der Praxis tun, stimmt jedoch häufig nicht überein. Ich erlebe es immer wieder, dass zwar ganz plakativ auf der Visitenkarte Teamleiter, Abteilungsleiter, Bereichsleiter oder ein anderer Chefposten steht, aber oft arbeiten die Führungskräfte viel im operativen Geschäft. Und so ganz nebenbei erledigen die Damen und Herren dann ihre primären Führungsaufgaben: Die Mitarbeiter und das Team zu begleiten und zu entwickeln, das Zielbild für den eigenen Verantwortungsbereich zu erarbeiten und dafür zu sorgen, dass dieser Plan auch umgesetzt wird. Aber so nebenbei? Das funktioniert nicht! Strategisch denken, die Metaebene sehen und Konzepte für Ihr Team entwickeln, die zu den Unternehmenszielen beitragen – das ist Ihre Kernaufgabe als Führungskraft.

Alles, was ich Ihnen hier erzähle, ist sicher kein Neuland für Sie. Sie kennen jedoch die Realität: Ihre eigentliche Funktion geht im stressigen Alltag oft unter und Sie rutschen wiederholt ins operative Geschäft. Mein Anliegen ist es daher, Ihnen wieder ins Bewusstsein zu rufen, welche Rolle Sie im Unternehmen spielen.

Warum sind Sie Führungskraft geworden? Bestimmt, weil Sie es lieben zu entscheiden. Weil Sie gerne Verantwortung übernehmen. Vielleicht auch, weil Sie als Führungskraft Einfluss in Ihrem Verantwortungsbereich ausüben können. Sicher auch, weil Sie Menschen führen – also fordern und fördern – können. Das alles liegt Ihnen. Dann füllen Sie Ihre gewählte Rolle doch auch aus; konzentrieren Sie sich auf das Wesentliche: Einen Plan für Ihr Team zu entwickeln und die Umsetzung nachzuhalten. Ihre Mitarbeiter werden das operative Geschäft schon meistern.

Und was gibt es Schöneres, als dass Ihr Job Sie erfüllt, als dass Sie genau das tun, wofür Sie als Führungskraft angetreten sind? Ihre Mitarbeiter werden durch eine klare Rollentrennung noch bessere Ergebnisse erzielen und Ihre Konzepte werden dazu beitragen, dass sich ihr Team und damit auch das gesamte Unternehmen noch besser entwickeln. Und hier ist nicht das primäre Ziel für Sie und Ihr Team, wie Boris Becker die Spitze der Weltrangliste zu erreichen. Viel wichtiger ist es, dass Sie deutlich zufriedener sein werden und dadurch frische Energie für Beruf und Privatleben bekommen.

Frische Energie und weitere Anregungen für Ihre Führung habe ich auch für Sie: Ich würde mich freuen, wenn Ihnen mein Buch ein paar neue Inspiration gibt: Bestellen

Herzlichst

Ihr Torsten Osthus

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