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WARUM ES SICH LOHNT, ZUM DIENER ZU WERDEN

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Wenn ich mit anderen Unternehmern oder auch Mitarbeitern spreche, prallt mir häufig eine extreme Abwehrhaltung entgegen – wenn es um ein kleines Wörtchen namens „dienen“ geht.

Mit Dienen bringen nämlich viele in Verbindung, sich á la James aus Dinner For One zu ducken, sich selbst aufzugeben, sklavisch unterzuordnen und einfach nur unbedacht das auszuführen, was andere einem anweisen. Oder woran denken Sie dabei?

Für mich hat diese Vorstellung jedoch nichts mit der eigentlichen Bedeutung von dienen zu tun. Beim Dienen geht es doch darum, etwas für jemanden zu tun, um für ihn einen Wert zu erschaffen. Das kann auf Augenhöhe in einer Partnerschaft oder im Business erfolgen – und das ist für mich sehr positiv besetzt.

Wofür sind Unternehmen da?

Wenn Sie einmal darüber nachdenken, macht ein Unternehmen doch nichts anderes als dienen: Es hat einen Unternehmenszweck – und zwar für den Kunden einen Nutzen zu erschaffen. Das ist seine einzige Daseinsberechtigung: sich diesem Zweck unterzuordnen und dem Kunden zu dienen.

Und wenn jeder Mitarbeiter mit der Haltung arbeitet, dass er als Vertriebler, Verkäufer, Berater, Programmierer etc. dem Kunden dient, kann er all seine Tätigkeiten daran spiegeln, wie weit er diesen Zweck erfüllt. Das schafft nicht nur erfolgreichere Mitarbeiter, sondern auch zufriedenere Kunden.

Mein Chef, der Diener

Das gilt natürlich nicht nur für Mitarbeiter und deren Kommunikation mit und Arbeit für die Kunden. Auch Führungskräfte dienen – und zwar ihren Mitarbeitern. Das ist letztlich ihr Job – vor allem aber eine Haltungsfrage: Möchten sie ihre Mitarbeiter nach vorne bringen oder nicht? Wenn ja, dann müssen sie ihnen dienen, um diesen Zweck zu erfüllen. Explizit bedeutet das: die Mitarbeiter darin zu unterstützen, ihre Talente zu entdecken, zu nutzen und auszubauen. Folglich dienen Sie als Führungskraft der persönlichen Weiterentwicklung Ihrer Mannschaft.

Dienen ist kein Selbstzweck

Aber keine Sorge, ich erwarte nicht von Ihnen, dass Sie zum Butler werden. Dienen ist nicht nur ein Selbstzweck. Denn die Mitarbeiter in ihrer Entwicklung zu unterstützen und diese aktiv voranzutreiben, dient letztlich wieder der Erfüllung des Unternehmenszwecks und macht Sie erfolgreicher und wettbewerbsfähiger.

Wenn ein Mitarbeiter beispielsweise Hilfe in der Kommunikation benötigt und ein Kommunikationstraining macht, dann dient das zunächst einmal ihm selbst, damit er seine Stärken erweitern kann. In zweiter Instanz hat es aber natürlich eine großen Nutzen für das Team und das Unternehmen, weil weniger Missverständnisse entstehen und er zielgerichteter mit den Kunden umgehen kann.

Sie sehen: Dienen – wenn Sie es positiv verstehen – ist gewinnbringend und eine Bereicherung für jedes Unternehmen. Und Sie brechen sich dabei keinen Zacken aus der Krone. Versuchen Sie es doch einmal.

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